Supervision oder "Wo steckt der Wolf in der Großmutter?"


Ähnlich wie das Coaching hat die Supervision die Aufgabe, Klärungen innerhalb bestimmter Prozesse zu bewirken, die aber nicht ausschließlich Führungsaufgaben sind. Die Supervision ist die Metabetrachtung einer Konfliktsituation und beinhaltet die Analyse der ursprünglichen Ausgangselemente jenes Konflikts.
In der Supervision stehen die Person(en), mit denen der Handelnde oder der Behandelnde (sei es der Rechtsanwalt, der Arzt, der Lehrer, der Angestellte im öffentlichen Amt usw.) zu tun haben (der Klient, der Patient, der Beratung Suchende) im Fokus der Betrachtung.

In juristischen Prozessen kann es z.B. darum gehen, dass gut durchdachte und differenzierte Konzepte von Klienten nicht angenommen werden und dadurch der Prozess der Einigung vereitelt wird. Es kann darum gehen zu erfahren, was will der Klient wirklich und auf welche Art und Weise boykottiert er unbewusst eine gute Lösung.
Ähnliche Probleme finden sich im schulischen wie im Bereich der ärztlichen Behandlung oder auch im Umgang mit Klientel in öffentlichen Einrichtungen, besonders wenn es sich um Personen mit großen wirtschaftlichen und psychischen Problemen handelt (Jugendamt, Arbeitsamt, Sozialamt usw.).

Auch hier setzt konstruktives Handeln in den verschiedensten Dienstleistungsbereichen mentale Stärke und emotionale Klarheit voraus, um sich nicht den Wechselwirkungen von Elementen und Teilsystemen zu verlieren, um sich nicht in eine ungute Identifikation mit Klienten zu begeben.
Psychoanalytische Supervision schafft durch das Bewusstmachen von unbewussten Prozessen eine große Durchschaubarkeit und damit eine enorme Entlastung bei dem Handelnden.