Coaching oder "Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?"

  • In welcher Weise ist psychoanalytisches Wissen und Können im Rahmen eines  Coachingprozesses einsetzbar? 
     
  • In welcher Form können Führungskräfte von dieser psychoanalytisch determinierten Arbeit  profitieren?
     
  • Wie kann das psychoanalytisch geschulte Coaching Kommunikation durchschaubarer machen und damit ein systematisches Verstehen von betrieblichen Abläufen als Basis für dauerhaften Erfolg sichern?

Grundsätzlich geht es in der psychoanalytischen Beratung und Therapie um die Entdeckung des Unbekannten.
Dieses Unbekannte ist in allen kommunikativen Prozessen vorhanden und in allen Begegnungen von Menschen findet bewusste und unbewusste Kommunikation statt.
Bevor ein Mensch beginnt zu denken und zu handeln, fühlt er und fühlt in dieser frühen Phase der menschlichen Entwicklung in besonderem Maße seine Abhängigkeit von Anderen und sein Angewiesensein auf das Verstandenwerden durch Andere.
Und dieser Prozess setzt sich meist weniger dramatisch im weiteren Leben fort.  Er fließt mit Sicherheit auch in alle betriebliche Kommunikationsabläufe und jede Form zwischenmenschlicher Konflikte sowie in Entscheidungsfindungsprozesse mit ein.

Coaching auf der Grundlage psychoanalytischen Wissens hat zum Ziel unbekannte (unbewusste) Aspekte des Beziehungsgeschehens bewusst und dadurch durchschaubar zu machen. Dies betrifft die Führungsperson in ihrer Fähigkeit zur Selbsterkenntnis und die Beziehungsgestaltung im Sinne des Konfliktmanagements.

Führungsaufgaben müssen geleistet, verändert und angepasst werden – Führungskompetenzen müssen verbessert werden. Dissenzen müssen ertragen und überwunden und letztendlich zum Vorteil,  d.h. zur Entwicklung und Lösung von z.B. neuen Aufgaben  eingesetzt werden. Unternehmenskultur muss entwickelt und bewahrt werden.
Die mentale Stärke und das bedeutet auch emotionale Klarheit der Führungskraft ist ausschlaggebend für eine positive Entwicklung innerhalb einer Arbeitsgruppe und damit Gradmesser des Erfolgs.
Dies Alles hängt in nicht unwesentlichem  Maße von Kommunikationsstrukturen ab und Kommunikation hat immer neben der Themenebene eine Beziehungsebene, in der die  Gefühle, Phantasien und Wünsche der Kommunikationspartner ins Spiel kommen.
Dies ist die Grundlage für das Erkennen des Anderen, um damit Führung in einem konstruktiven wie progressivem Sinne hin zur Kreativität und echter Produktivität einsetzen zu können.
Erfolgreiches Management benötigt unbedingt die Elemente der mentalen Stärke und der emotionalen Klarheit. Diese Faktoren sind keine kurzlebigen Elemente, sondern die Basis für dauerhaften Erfolg.